Winter: Wenn die Schneemassen erdrückend werden

Viele Menschen freuen sich über Schnee, verheißt er doch Spaß und Erholung im Freien. Doch was passiert, wenn es nicht mehr aufhört zu schneien und der Schnee zur Bedrohung wird?

Dann fragen sich viele Besitzer von Häusern: “Hält mein Dach das aus?“ Die Sorge ist durchaus berechtigt: 20 Zentimeter Pulverschnee wiegen 20 Kilogramm pro Quadratmeter. Bei feuchtem Altschnee vervierfacht sich das Gewicht und kann bei Überfrierung bis zu 180 Kilogramm betragen.

Bei großen Dächern sammeln sich so mehrere Tonnen Schnee auf dem Dach an. Besonders Flachdächer und solche mit geringer Dachneigung reagieren empfindlich auf Überlast. Das Dach kann eingedrückt werden oder einstürzen. Halterungen von Solar- und Photovoltaik-Anlagen können zerstört werden. Aber nicht nur Gebiete mit starkem Schneefall sind immer wieder betroffen, sondern auch Regionen, in denen es häufig Winterstürme gibt – etwa an der Ostsee.

Wenn Sie Ihr Dach selbst räumen wollen, sollten Sie folgende Ratschläge annehmen:

  1. Betreten Sie das Dach nicht!
  2. Legen Sie eine Leiter an oder arbeiten Sie von der Dachluke aus.
  3. Sichern Sie sich gegen einen Absturz wie ein Bergsteiger – die Vorsicht ist nicht übertrieben.
  4. Räumen Sie das Dach abschnittsweise, nicht nur einseitig.

 

Verhindern von Dachlawinen

Bei Tauwetter entstehen neue Gefahren: Die ersten warmen Sonnenstrahlen lösen Dachlawinen aus. Diese können Fußgänger oder geparkte Autos treffen. Deshalb gibt es die sogenannte Verkehrssicherungspflicht: Hausbesitzer müssen andere vor solchen Gefahren schützen.

Einige Bundesländer und Gemeinden regeln im Baurecht oder in Verordnungen, wer ein Schneefang-System auf dem Dach anbringen muss. Auch alle anderen Hauseigentümer sollten vorbauen: Sie sind verpflichtet, ihre Umgebung vor Dachlawinen zu schützen. Kommen Sie dieser „Verkehrssicherungspflicht“ nicht nach, kann ein Passant, den eine Dachlawine eiskalt trifft, Schadenersatz einfordern. Wir raten daher zum Anbringen von Schneefanggittern, unabhängig davon, ob Sie in einem schneereichen oder schneearmen Gebiet leben.

 

Richtig versichert

Gibt das Dach nach, kommt es häufig zu erheblichen Schäden an der Immobilie und dem Inventar. Doch welche  Versicherung bezahlt den entstandenen Schaden? Die Wohngebäude­- oder Hausrat­versicherung greift in diesem Fall nur, wenn Elementar­schutz­ explizit gegen Mehrbeitrag mitversichert ist. Gut zu wissen: In der All-Risk-Versicherung von Fritz & Fritz sind Schäden, die durch Schneedruck entstehen, generell versichert.