Internetrisiken

Nicht nur große Firmen sind betroffen. Schon ein einziger digitaler Arbeitsprozess wie ein Online-Bezahlsystem bietet eine Angriffsfläche für Cyberkriminelle. So kann für einen Hotelier durch den Diebstahl von Kreditkartendaten seiner Kunden ein immenser finanzieller Schaden entstehen.

Die finanziellen Folgen von Cyberkriminalität können sehr schnell existenzbedrohende Ausmaße annehmen – vor allem für klein- und mittelständische Unternehmen, die weder über die finanziellen Mittel, noch über das adäquate Krisenmanagement zur Bewältigung verfügen.

Deswegen ist es wichtig, dass Sie Ihr Unternehmen mit einer auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Versicherung gegen Cyber Risiken und Datenmissbrauch schützen.

 

Gefahren für Hotels aus dem Internet:

Unbekannte manipulieren die Kartenleser am Empfang. Dies ermöglicht den Hackern, Kreditkartendaten von mehr als 700 Kunden abzugreifen und diese zu missbrauchen. Dem Unternehmen entsteht dadurch ein Millionenschaden.

»Der Versicherer kommt für den Schaden auf und unterstützt das Hotel mit einem Krisen-PR-Manager, um den entstandenen Imageschaden in den Griff zu bekommen.«

Angreifer schleusen ein Verschlüsselungs-Virus etwa über E-Mail-Anhänge in den Computer eines Hoteliers und lassen sie dort Dateien verschlüsseln. So werden Dokumente, E-Mails, Kassenbücher, Buchungssoftware unbrauchbar. Es kommt zum kompletten Systemausfall, das Keycard-System ist ebenfalls betroffen. Wenn der Hotelier wieder an seine Daten will, muss er den Angreifern ein Lösegeld zahlen.

»Der Versicherer hat sofort IT-Spezialisten eingeschaltet, die gemeinsam mit dem Hotelier und deren vor Ort beauftragten Experten das Problem gelöst und Prophylaxemaßnahmen aufgezeigt haben. Dem Hotelier entstand kein Schaden.«

Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) rät nachdrücklich, kein Lösegeld zu zahlen: „Jede erfolgreiche Erpressung motiviert den Angreifer, weiterzumachen. Sie finanziert die Weiterentwicklung der Schadsoftware und fördert deren größere Verbreitung.“

Eine Hotelhomepage inkl. Buchungsportal wird Opfer einer Denial-of-Service-Attacke. Daraus folgt ein plötzlicher Anstieg des eingehenden Datenflusses. Die allmähliche Überlastung führt zur Nichtverfügbarkeit der Website. Die Homepage ist 23 Stunden für Kunden nicht verfügbar.

»Der Versicherer leitete sofort nach der Meldung des Versicherungsnehmers eine erste Gegenmaßnahme ein: Der eingehende Datenfluss wurde mit Hilfe des Internetanbieters analysiert und gefiltert, um böswillige Datenbewegungen von der normalen Geschäftsaktivität abzugrenzen. So war eine schrittweise Rückkehr zur normalen Geschäftstätigkeit möglich.«

Das Emailpostfach des Hoteliers wird gehackt und in seinem Namen werden Emails inkl. Trojaner/Viren an Kunden und Geschäftspartner versendet. Es kommt zu Schadenersatzforderungen, da die Empfänger mit den virenverseuchten E-Mails in Berührung gekommen sind und dadurch Schäden erlitten haben.

Ein Hotelmitarbeiter veruntreut Unternehmensgelder in dem er Waren auf eigene Rechnung verkauft und das Geld einsteckt. (Aktueller Fall: Mai 2017, Hotel Adlon Berlin, zum Artikel)

 

Aktuelle Cyber-Angriffe auf Hotels:

  • 12/2106: Hotel Forellenhof im Rothaargebirge Wingeshausen wird durch einen Angriff aus dem Cyberspace lahmgelegt. Eine harmlose Bewerbungsemail tarnt sich als Trojaner und verschlüsselt alle Daten. Alle Buchungen des Jahres, sogar die Kassenbücher der Vergangenheit sind vernichtet. Lesen Sie hier mehr…
  • 01/2017: Hotel Jägerhof in Österreich wurde wiederholt Opfer einer Cyberattacke. Dabei wurden alle Hotelcomputer inklusive des Reservierungs- und dem Kassensystems stilllegt. Nur durch die Zahlung eines Lösegelds, in Form von Bitcoins, konnte das System wiederhergestellt werden. Lesen Sie hier mehr…

Die Folgen sind:

  • Vertrauens- und Reputationsverlust
  • Gerichtliche Auseinandersetzungen und Strafzahlungen
  • Kosten der Wiederherstellung

 

Viele Hoteliers wissen nicht, dass entsprechende Rechtspflichten zu Risikovorsorge bestehen. Das KonTraG (Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich) verlangt beispielsweise ein Risikomanagement und durch das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) muss der Unternehmer eine hinreichende sichere IT-Infrastruktur aufweisen, damit personenbezogene Daten, die das Unternehmen speichert, vor Schadprogramme geschützt sind.

Häufig werden interne Daten an Dritte durch Schadprogramme verschickt. Gem. § 7 BDSG ist der Schaden durch die unbefugte Weitergabe der Daten an Dritte in unbegrenzter Höhe ausgleichspflichtig.

Gehen Sie kein Risiko ein! Sichern Sie sich mit einer Cyberversicherung ab!

Aktuelles zum Thema

Internet Cyberrisiken Versicherung

Unterschätztes Risiko „Hacker-Angriff“

Feuer und Betriebsunterbrechungen infolge von Bränden kosten deutschen Unternehmen jährlich etwa zehn Milliarden Euro. Digitale Angriffe von innen und außen verursachen ein Vielfaches an Schäden. Das Beratungsunternehmen KPMG schätzt, dass diese 2016 weltweit 450 Milliarden Euro betrugen, in Deutschland 51 Milliarden Euro. Für die Feuerversicherung zahlen deutsche Firmen sechs Milliarden Euro Prämie pro
Jahr, für Cyber-Deckungen keine 100 Millionen Euro.

Weiterlesen
Internet Cyberrisiken Versicherung

Internetkriminalität: Jetzt handeln!

Das „Seehotel Jägerwirt“ in Österreich wurde vor einigen Tagen Opfer eines Hackerangriffs. Zunächst legten die IT-Angreifer sämtliche Computer samt Buchungssystem lahm, dann wurde das elektronische Türsystem befallen. Gäste konnten nicht mehr in ihre Zimmer. Am Ende waren sogar alle Backups verschlüsselt. Die Hotelbetreiber sahen sich gezwungen, ein Lösegeld zu zahlen, um ihr Hotel überhaupt weiter betreiben zu können.

Weiterlesen
Internet Cyberrisiken Versicherung

IT-Sicherheit: 1270 Prozent mehr Schadsoftware!

2016 ist die Zahl von Computerattacken explosionsartig um 1.270 Prozent angestiegen. Das zeigt der „Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland“, den das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (kurz BSI) jährlich herausgibt.

Weiterlesen